Private Kornbrennerei Franz Sünner

Gut Quadenhof 53773  Hennef

Edle Kornbrände / Feine Spirituosen seit 1881

         
 

 
 
 
 

 Brennerei-Rundgang

Hammermühle

Mit einer Hammermühle wird das Getreide     ( 1600 kg Weizen / Roggen je Charge ) unter Wasserzugabe nass fein vermahlen. Es entsteht ein Brei, die so genannte Maische. Durch den Mahlvorgang und anschließender Erwärmung der Maische auf ca. 90 °C, wird die im Getreide enthaltene Stärke freigelegt.

Die Maische wird im Maischbottich mittels einer Kühlschlange auf 55 °C abgekühlt. Es erfolgt die Zugabe von Gerstenmalz. Die im Malz enthaltene
ß-Amylase ( Enzym ) bewirkt eine Umwandlung der Stärke in vergärbaren Malzzucker. Nach Abkühlung auf 30 °C werden der Maische Hefezellen, welche täglich im Betrieb gezüchtet werden, zugesetzt.

Maischbottich
Gärbottiche

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Ist die Maische weit genug abgekühlt wird sie in den Gärbottich umgepumpt. Im Gärbottich beginnt nun eine 72 Stündige Gärung wobei die Zuckermoleküle von der Hefe in Alkohol         ( C2 H5 OH ) und Kohlensäure ( Co2 ) aufgespalten werden. In der Maische ist nun Alkohol mit einer Konzentration von 8 %vol entstanden.

 

Nach 72 Stunden wird die Maische einer ersten Destillation unterzogen. Hierzu wird die reife Maische in die oberste Kochkammer, der aus 14 übereinander angeordneten Kochkammern bestehenden Rohbrandkolonne gepumpt.  Gleichzeitig wird Heizdampf im Gegenstromprinzip durch die einzelnen Kammern geleitet welcher die Maische zum Kochen bringt. Der Dampf reichert sich schrittweise mit Alkohol an, während die Maische von oben nach unten mehr und mehr an Alkohol verarmt. Die aus dem oberen Teil der Rohbrandkolonne austretenden Alkohol-Wasser-Dämpfe werden in einem Kühler verflüssigt.

Es entsteht der Rohbranntwein mit einem Alkoholgehalt von ca. 85 %vol.

Rohbrandkolonne

 

Rektifikationsanlage

Der gewonnene Kornrohalkohol ist nicht rein genug, um ihn als Trinkbranntwein verwenden zu können. Er wird einer zweiten Destillation unterzogen, um ihn von störenden Begleitstoffen der alkoholischen Gärung, wie z.B. das Fuselöl zu befreien.

Der Fachmann spricht vom Feinbrand oder der Rektifikation.

Beim Feinbrand wird der Rohbrand erneut erhitzt, der Alkohol passiert in der Feinbrandkolonne eine Vielzahl von Siebböden und wird dadurch immer Reiner und Feiner. Alle unerwünschten Begleitstoffe werden bei der Rektifikation, bei bestimmten Temperaturen abgeschieden. Die wertvollen Kornaromastoffe bleiben dabei voll erhalten. Der Feinbrand wird unterteilt in Vorlauf, Mittellauf und Nachlauf.

 

 

Nur der Mittellauf in seiner Reinheit und mit einer Alkoholstärke von 96,7 %vol gelangt in die Korn- und Spirituosenproduktion und wird dort auf die gewünschte Trinkstärke gebracht.

Als letzte Veredelung lassen wir unsere Kornbrände auf echten Eichenholzfässern im eigenen Fasslager reifen.

Fasslager

 

 

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