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Mit einer
Hammermühle wird das Getreide ( 1600
kg Weizen / Roggen je Charge ) unter Wasserzugabe nass fein
vermahlen. Es entsteht ein Brei, die so genannte Maische.
Durch den Mahlvorgang und anschließender Erwärmung der
Maische auf ca. 90 °C, wird die im Getreide enthaltene Stärke
freigelegt. |
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Die
Maische wird im Maischbottich mittels einer Kühlschlange auf
55 °C abgekühlt. Es erfolgt die Zugabe von Gerstenmalz. Die
im Malz enthaltene
ß-Amylase ( Enzym ) bewirkt eine Umwandlung der Stärke
in vergärbaren Malzzucker. Nach Abkühlung auf 30 °C werden
der Maische Hefezellen, welche täglich im Betrieb gezüchtet
werden, zugesetzt. |

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Ist
die Maische weit genug abgekühlt wird sie in den Gärbottich
umgepumpt. Im Gärbottich beginnt nun eine 72 Stündige Gärung
wobei die Zuckermoleküle von der Hefe in Alkohol
( C2 H5 OH ) und Kohlensäure ( Co2 ) aufgespalten werden. In
der Maische ist nun Alkohol mit einer Konzentration von 8 %vol
entstanden. |
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Nach 72 Stunden wird die Maische einer
ersten Destillation unterzogen. Hierzu wird die reife Maische
in die oberste Kochkammer, der aus 14 übereinander
angeordneten Kochkammern bestehenden Rohbrandkolonne gepumpt.
Gleichzeitig wird Heizdampf im Gegenstromprinzip durch die
einzelnen Kammern geleitet welcher die Maische zum Kochen
bringt. Der Dampf reichert sich schrittweise mit Alkohol an, während
die Maische von oben nach unten mehr und mehr an Alkohol
verarmt. Die aus dem oberen Teil der Rohbrandkolonne
austretenden Alkohol-Wasser-Dämpfe werden in einem Kühler
verflüssigt.
Es entsteht
der Rohbranntwein mit einem Alkoholgehalt von ca. 85 %vol. |
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Der
gewonnene Kornrohalkohol ist nicht rein genug, um ihn als
Trinkbranntwein verwenden zu können. Er wird einer zweiten
Destillation unterzogen, um ihn von störenden Begleitstoffen
der alkoholischen Gärung, wie z.B. das Fuselöl zu befreien.
Der Fachmann spricht vom
Feinbrand oder der Rektifikation.
Beim Feinbrand wird der
Rohbrand erneut erhitzt, der Alkohol passiert in der
Feinbrandkolonne eine Vielzahl von Siebböden und wird dadurch
immer Reiner und Feiner. Alle unerwünschten Begleitstoffe
werden bei der Rektifikation, bei bestimmten Temperaturen
abgeschieden. Die wertvollen Kornaromastoffe bleiben dabei
voll erhalten. Der Feinbrand wird unterteilt in Vorlauf,
Mittellauf und Nachlauf.
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Nur der Mittellauf
in seiner Reinheit und mit einer Alkoholstärke von 96,7 %vol
gelangt in die Korn- und Spirituosenproduktion und wird dort
auf die gewünschte Trinkstärke gebracht.
Als letzte
Veredelung lassen wir unsere Kornbrände auf echten
Eichenholzfässern im eigenen Fasslager reifen. |
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